Wirksamkeit von Weiterbildung – Transfer ins Berufsfeld

ist eine der entscheidenden Herausforderungen der Weiterbildung. Netzwerke, Reflexionsgruppen und (Web- 2.0 unterstützte) Austauschformen sind eine Möglichkeit der Transferunterstützung.

Ein interessantes Projekt findet im Lehrbereich Mediendidaktik der Fernuni Hagen statt: die volitionale Transferunterstützung! “Volition, oder auch als Wille bezeichnet, stellt sicher, dass bei abnehmender Motivation oder Konzentration die Handlung auf Kurs gehalten wird. Mit Hilfe volitionaler Strategien lassen sich motivationale Schwankungen oder Unlust überwinden. Die Effektivität solcher Strategien konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden (z. B. Deimann, 2007). Im Rahmen der Volitionalen TransferUnterstützung werden den Lerner daher bewährte Strategien in Form eines Strategiehandbuchs zusammengestellt”.

LLB in den USA: Nachweis der Wirksamkeit

In den USA ist offenbar – laut der Vereinigung der staatlichen Colleges und Universitäten AASCU - die universitäre Lehrerinnen- und Lehrerbildung extern und intern unter vermehrtem Rechenschaftsdruck. Dozierende in Universitätsprogrammen müssen glaubwürdige und überzeugende Evidenz über die Wirksamkeit ihres Programms vorlegen.

“The key measure of success for teacher education programs today must be how well they produce teachers who can demonstrate that they can produce learning gains in K-12 pupils.”

Dazu soll ein nationaler Rahmen über Evidenzen zur Wirksamkeit von LLB-Programmen erstellt werden, wie in diesem 20-seitigen Positionspaper der Vereinigung vom November 2007 vorgeschlagen wird.

Ein Interview mit Guskey

Guskey hat eine Differenzierung von “effectiveness” – Wirksamkeit – vorgeschlagen, die bei Evaluationen von Programmen zu berücksichtigen sind. Er unterscheidet fünf Ebenen, die er bei der Evaluation der Wirksamkeit von Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung anwendet, um Genaueres zu deren Reichweite sagen zu können.

  1. Die Reaktion der Teilnehmenden
  2. Das Gelernte der Teilnehmenden
  3. Unterstützung und Veränderung in der Organisation
  4. Gebrauch von neuem Wissen und Können
  5. Verhaltensänderungen bei den Schülerinnen und Schülern

Je nach Ebene unterscheiden sich die Evaluationsmethoden, werden andere Fragen beantwortet und sind andere Schlüsse zulässig.

Sein Buch mit ausführlichen Erläuterungen haben wir in unserer Bibliothek. Hier ein Interview mit ihm.

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