Bei aller Individualität…

…auch noch die Nerven behalten?!

 

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Schule neu denken: wieder mal

Durch den Blog von jürg fraefel bin ich auf die neuste Publikation von Remo Largo aufmerksam geworden: “Schülerjahre“. Wie bereits bei “Kinderjahre” scheint es eine wohl eine ähnliche ambivalente Mischung zu geben: entwicklungspsychologischer Fundus des Kinderarztes, selbstbewusstes und publikumgswirksames Selbstmarketing trifft auf schon fast klassische reformpädagogische Argumente, die zwar grundsätzlich bzw. auf den ersten Blick immer stechen bzw. was an sich haben, aber bei näherem Hinsehen weder neu sind noch die “grammar of schooling” berücksichtigen. Einen Hinweis auf meine These erhält man im Tagi-Magi-Artikel von Largo und Beglinger zum neuen Buch:

“Deshalb sei hier der Versuch unternommen, die Schule neu zu denken: vom
Kind her. Wir möchten zu jener Frage zurückkehren, die für uns den Kern
der Bildungsdebatte darstellt: Was für eine Schule brauchen unsere
Kinder? Denn nur eine Schule, die sich an den grundlegenden
Entwicklungsbedürfnissen des Kindes orientiert, kann eine kindgerechte
Schule sein.”

Das findet man anfangs 20. Jh. so fast wortwörtlich z.B. bei Ellen Key, dann Maria Montessori, Korzcak oder auch dem Berner Jean-Fritz Begert in den 1950er Jahren. Nicht dass ich das als Gegenargument verstanden haben möchte, sondern höchstens als Hinweis darauf, dass eine Ebene der pädagogischen Rhetorik und eine der pädagogischen Praxis zu unterscheiden ist. Die kann – im Rahmen der “grammar of schooling” bereits heute “kindgerecht” sein, aber – und jetzt müssten wir mit Differenzierungen beginnen…

…das geschieht vielleicht im am 1. März startenden Forum auf der Seite der IG kindgerechte Schule, auf die ich durch einen Kommentar auf obigen Tagi-Magi-Artikel gestossen bin.

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