Weiterbildung und Unterrichtsentwicklung

Die Einladung, Symposiumsbeiträge am Kongress für Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung der SGBF und SGL 2009 zu diskutieren, habe ich gerne angenommen. Die sechs Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung, moderiert von Silvio Herzog, wiesen unterschiedliche Themen und Ausrichtungen auf, deren Gemeinsamkeit im Minimum im Titel des Symposiums lag. Ich habe die Gelegenheit genutzt, einen Gedanken weiterzuspinnen…

Lehrstandards

Wie andere US-Staaten hat Illinois Standards für Lehrerinnen Lehrer, die verschiedenen Zwecken dienen: der Ausbildungsgestaltung, der Zertifizierung von Lehrpersonen, der Planung persönlicher Weiterbildung…

In ihren Worten:

  • framework for the improvement of teaching and learning;
  • foundation for the design of educator preparation programs at colleges and universities;
  • criteria for the approval of preparation programs at colleges and universities;
  • basis for state certification tests;
  • guidelines for the induction of novice teachers; and
  • foundation for ongoing professional development.

Hier ist die Seite mit den verschiedenen Standardgruppen.

Drei Dinge finde ich interessant:

  1. Es werden Standards für alle Fächer und Spezialausbildungen aufgeführt.
  2. Formal: Die Standards enthalten “knowledge indicators” und “performance indicators” – vgl. die Kompetenzdiskussion!
  3. Es sind nicht nur Standards für die Lehre, sondern auch für die Schulleitenden, die Schulkrankenschwester, Bürohilfe, Sozialarbeiter und Schulpsychologen aufgeführt.

Lehrerweiterbildung ausrichten II

Grundlagen für die Ausrichtung – oder ökonomisch gesprochen, Strategie – einer Lehrerweiterbildungsinstitution leiten sich einerseits aus den Ansprüchen der Stakeholders (im Wesentlichen sind das die Profession und der Staat per Leistungsauftrag), andererseits aus den inhaltlichen Bedürfnissen der Lehrpersonen und dem Bedarf ab. Eine theoretisch modellierte und empirisch erhärtete Konzeption von der Verschränkung der Berufs- und Lernfelder der Lehrpersonen könnte eine kohärente Ausrichtung untermauern. Es geht ums lehrerlernen-aufbau-professioneller-kompetenz.

Mein Versuch, das modellhaft zu fassen (sh. obiges pdf) , soll stichwortartig folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Kompetenzmodell Lehrperson
  • Berufsfeld: Fokus Lernen der Schülerinnen und Schüler und Kontextbedingungen des Schülerlernens bzw. Systemebenen
  • Lernfeld der Lehrpersonen: Berücksichtigen von Bedarf, Bedürfnissen, Teilnehmendenvoraussetzung, Autonomiegrad der WB-Entscheidung …
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